Rettungshundestaffel Westallgäu (DRV)
RettungshundestaffelWestallgäu (DRV)

 Anforderungen

Die Ausbildung eines Hundes zum prüfungsreifen und einsatzfähigen Rettungshund dauert in der Regel 2-3 Jahre bei wöchentlichem Training und diversen Sonderterminen wie Seminare und Lehrgänge.

 

Prinzipiell kann jeder Hund egal welcher Rasse ausgebildet werden. Dieser sollte jedoch bei Ausbildungsbeginn nicht älter als 3 Jahre alt sein.

 

Es wird jedoch nicht nur der Hund gefordert - auch für die Hundeführer gilt es in dieser Zeit ein enormes Lernpensum zu verarbeiten und zu beherrschen:
- Erste Hilfe für Mensch & Hund
- Orientierung (Karte, Kompass, GPS) & Funk
- Einsatztaktik / Zusammenarbeit mit anderen Organisationen
- Recht & Unfallverhütung
- Kynologie (Lehre vom Hund)
- uvm.
 

Anforderungen an den Hundeführer: die Bereitschaft, viel Zeit zu investieren, psychische und physische Belastbarkeit, Bereitschaft im Team zu arbeiten, sowohl mit dem Hund, als auch mit Staffelkollegen.  Bereitschaft sich auch theoretisches Wissen anzueignen, Erste Hilfe an Mensch und Hund, Umgang mit Karte, GPS, Kompass und vieles mehr.

 

Zudem werden die finanziellen Aufwendungen für Ausrüstung, Einsatzkleidung, Ausbildung und alles Sonstige von den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern selbst getragen. Hier sind wir jederzeit für jegliche Unterstützung durch Spenden, Fördermitgliedschaften oder sonstige Sponsoren dankbar, egal ob Sach-, Geldspenden, Trainingsgelände oder mit was Sie uns sonst unter die Arme greifen möchten.

 

 

 

 Ausbildung

Fläche

Rettungshunde sind bis heute durch technische Geräte nicht vollständig zu ersetzen.

Der Einsatz eines Flächensuchhundes wird auch in Zukunft, für vermisste Personen in unübersichtlichen Waldgebieten, unter Umständen die letzte Überlebenschance darstellen.

 

Ein Rettungshundeteam kann ein Waldgebiet in kurzer Zeit flächendeckend absuchen.

Flächensuchhunde suchen keine bestimmte Fährte, sie suchen generell nach menschlicher Witterung.

 

Dabei arbeiten sie im Team mit ihrem Hundeführer, der seinen Hund unter Berücksichtigung von Wind, Witterungsverhältnissen und Geländebeschaffenheit  durch sein ihm zugewiesenes Suchgebiet schickt. Der Hund arbeitet selbständig, ohne Leine. Gegenseitiges Vertrauen, sowie Gehorsam des Hundes, ist dabei sehr wichtig.

Hat der Hund gefunden meldet er dies auf die Art, die er gelernt hat.

 

Der „Verbeller“ bleibt bei der gefundenen Person und bellt solange bis der Hundeführer da ist.

Der „Rückverweiser“ läuft zu seinem Hundeführer und meldet durch ein ihm antrainiertes Verhalten, dass er gefunden hat. Danach führt er den Hundeführer zu der vermissten Person.

Der „Bringselverweiser“ nimmt beim Finden der Person ein sogenanntes „Bringsel „ in den Fang und bringt dies zu seinem Hundeführer als Anzeige, dass er gefunden hat. Danach führt auch er den Hundeführer zu der gefundenen Person.

Die Ausbildung zum Flächensuchhund dauert in der Regel 1,5 bis 2  Jahre. In dieser Zeit muss der Hundeführer mit seinem Hund verschiedene Tests und Prüfungen ablegen.

Anforderungen an den Hund: er darf keine Aggressionen oder Ängstlichkeit gegenüber Menschen zeigen. Arbeits- und lernfreudig sein, sich gern motivieren lassen.

Der Hund sollte bei Beginn der Ausbildung nicht älter als drei, höchstens vier Jahre alt sein, da er mit vollendetem siebten Lebensjahr die Prüfung zum Rettungshund bestanden haben muss.

 

Wir bilden in unserer Staffel derzeit „Verbeller“ und „Rückverweiser“ aus. 

 

Mantrail

Eine weitere Suchart, um vermisste Menschen wiederzufinden ist das Mantrailing. Im Gegensatz zum Flächensuchhund sucht ein sogenannter Mantrailer nur nach dem individuellen Geruch einer einzigen Person. Dieser Geruch wird dem Hund zu Beginn der Suche in Form von Kleidung, Schlüssel, Handy oder anderen persönlichen Dingen des Vermissten zum Riechen gegeben.  Mit dieser kleinen Geruchsinformation über die vermisste Person beginnt der Hund und sucht die kleinen Partikel, die der Mensch beim Gehen ständig verliert. Ein Mantrailer sucht bevorzugt in Gebieten, die ein Flächenhund nicht absuchen kann, wie in Städten, in Parks, oder auch innerhalb von Häusern. Er kann eine Spur auch auf Asphalt verfolgen - auch noch viele Stunden bis Tage später.

 

Der Hund wird an einer langen Leine geführt, die individuell je nach Situation verlängert oder verkürzt wird, um eine optimale Verbindung zwischen Hund und Hundeführer zu schaffen.

 

Die Ausbildung dauert circa 2-3 Jahre. Der Hund sollte unempfindlich gegenüber Umweltreizen wie  anderen Hunden oder Katzen, Menschen und Fahrzeugen sein, da er während der Suche ständig  solchen Ablenkungen begegnet.

 

Lust mitzumachen oder uns anderweitig zu unterstützen?

Für mehr Infos rufen Sie einfach an unter

 

07566 / 91185 (Birgit Rast)

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Alarmierung (kostenlos):

 

Tel:

0152 535 808 77 (Max         Zaviska) oder

0152 340 593 95 (Rudi Hochberger)

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